Schluß mit dem Versteckspiel

Die Entstigmatisierung der Depression ist das Ziel zahlreicher Initiativen, wie zum Beispiel der Mut-Tour, die in den letzten Jahren wiederholt in in Braunschweig Station gemacht hat.

Der offene Umgang von depressionserfahrenen Menschen spielt eine wichtige Rolle, um die Erkrankung zu enttabuisieren. Das Bekenntnis des Berliner Komikers, Schauspielers und Grimme-Preisträgers Kurt Krömer, schon seit vielen Jahren an Depression erkrankt zu sein, ist daher ein weiterer Schritt zum offenen Umgang mit Depression.

Krömer startete in die vierte Staffel seiner rbb-Show „Chez Krömer“. Zu Gast war der Comedian und bekennende Depressionserfahrene Thorsten Sträter.
Nach zehn Minuten Plauderei erklärte erstmals auch Krömer öffentlich: Er sei schwer depressiv und im Herbst 2021 acht Wochen in einer Tagesklinik gewesen, „weil ich nicht mehr lebensfähig war, weil nichts mehr ging.“
Sträter, der auch Schirmherr der deutschen Depressionsliga ist, beglückwünschte Krömer zu seinem Depressions-Outing: „Du bist ein Hoffnungsträger für alle anderen. Wir sind jetzt schon zwei, die darüber reden.“
Sie können die Folge „Chez-Krömer“ auf YouTube oder der rbb Mediathek noch einmal anschauen. (Foto: rbb)